
Zwei Tage nach dem Beginn des Anti- Piraten-Einsatzes der Deutschen Marine am Horn von Afrika haben Bundeswehrsoldaten einen Seeräuberangriff auf einen ägyptischen Frachter vereitelt. Dabei wurde auch ein Piratenschiff aufgebracht und die Seeräuber entwaffnet. „Die sichergestellten Waffen wurden vernichtet und die Piraten dann ziehen gelassen“, sagte der Sprecher der Bundeswehr in Dschibuti, Korvettenkapitän Christoph Kohlmorgen, dem Audiodienst der Deutschen Presse-Agentur dpa. Ein bei dem Piratenangriff verletzter Seemann des ägyptischen Schiffes wurde zur Behandlung auf die deutsche Fregatte Karlsruhe gebracht. Nach Angaben des Einsatzführungskommandos in Potsdam hatten die Fregatten Karlsruhe und Mecklenburg-Vorpommern gegen 08.45 Uhr (MEZ) einen Notruf des ägyptischen Frachters Wabi al Arab empfangen, der vor der Küste des Jemens von Piraten angegriffen wurde. Da die Fregatte rund 92km entfernt war, wurde ein Bordhelikopter losgeschickt "Unmittelbar nachdem der Hubschrauber dann bei dem ägyptischen Handelsschiff angekommen war, haben die Piraten davon abgelassen, dieses Schiff weiterhin zu attackieren, und haben den Angriff dann beendet und abgebrochen." Die Piraten haben den Frachter vorher mit Sturmgewehren beschossen und einen Seemann verletzt. Er wurde auf die Fregatte Karlsruhe gebracht und operiert. Sein zustand ist stabil. Er wird in den nächsten tagen in ein Ägyptisches Krankenhaus gebracht. Am Vormittag hätten deutsche Soldaten dann sechs Piraten entwaffnet. „Wir haben die Piraten aufgebracht. Die sichergestellten Waffen wurden vernichtet“, sagte Kohlmorgen. Weitere Einzelheiten teilte er nicht mit.
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