Samstag, 27. Dezember 2008

Wohin mit den gefangenen?


Die über Weihnachten festgenommen Piraten wurden freigelassen. Mann wusste einfach nicht was man mit ihnen machen sollte. Ihre Waffen und Boote wurden zwar zerstört, aber was werden die freigelassenen nun tun?
Sie haben keinen Job, keine Ausbildung und kein Geld. Dass sie nun geleutert sind und ein neues ordentliches leben antreten, halte ich für zweifelhaft. Viel eher werden sie noch angespornt weiterhin piraterie zu betreiben. Waffen und Boote sind schnell organisiert, und da sie keine angst vor strafen haben müssen, werden sie die gelegenheit auch nutzen.

Freitag, 26. Dezember 2008

Zwei Tage nach beginn des Einsatzes ein erster Erfolg


Zwei Tage nach dem Beginn des Anti- Piraten-Einsatzes der Deutschen Marine am Horn von Afrika haben Bundeswehrsoldaten einen Seeräuberangriff auf einen ägyptischen Frachter vereitelt. Dabei wurde auch ein Piratenschiff aufgebracht und die Seeräuber entwaffnet. „Die sichergestellten Waffen wurden vernichtet und die Piraten dann ziehen gelassen“, sagte der Sprecher der Bundeswehr in Dschibuti, Korvettenkapitän Christoph Kohlmorgen, dem Audiodienst der Deutschen Presse-Agentur dpa. Ein bei dem Piratenangriff verletzter Seemann des ägyptischen Schiffes wurde zur Behandlung auf die deutsche Fregatte Karlsruhe gebracht. Nach Angaben des Einsatzführungskommandos in Potsdam hatten die Fregatten Karlsruhe und Mecklenburg-Vorpommern gegen 08.45 Uhr (MEZ) einen Notruf des ägyptischen Frachters Wabi al Arab empfangen, der vor der Küste des Jemens von Piraten angegriffen wurde. Da die Fregatte rund 92km entfernt war, wurde ein Bordhelikopter losgeschickt "Unmittelbar nachdem der Hubschrauber dann bei dem ägyptischen Handelsschiff angekommen war, haben die Piraten davon abgelassen, dieses Schiff weiterhin zu attackieren, und haben den Angriff dann beendet und abgebrochen." Die Piraten haben den Frachter vorher mit Sturmgewehren beschossen und einen Seemann verletzt. Er wurde auf die Fregatte Karlsruhe gebracht und operiert. Sein zustand ist stabil. Er wird in den nächsten tagen in ein Ägyptisches Krankenhaus gebracht. Am Vormittag hätten deutsche Soldaten dann sechs Piraten entwaffnet. „Wir haben die Piraten aufgebracht. Die sichergestellten Waffen wurden vernichtet“, sagte Kohlmorgen. Weitere Einzelheiten teilte er nicht mit.

Dienstag, 23. Dezember 2008

Jung reist nach Djibouti


Verteidigungsminister Franz Josef Jung hat heute die Fregatte Karlruhe in den Einsatz gegen Piraten vor Somalia verabschiedet. Die Karlsruhe verließ heute den Hafen von Dschibuti. Jung betonte die Robustheit des Mandats, „das wir in dieser Art und Weise noch nicht hatten“.

Das Bundestagsmandat gestattet der Deutschen Marine nicht nur die Abschreckung, sondern auch die Verhinderung und das Beenden von seeräuberischen Angriffen. Dies bedeutet dass nun nicht nur die Piraterie verhindert werden kann, sonder auch bereits gekaperte Schiffe können befreit werden. Dazu plant Deutschland den Einsatz von Spezialkräften von Bundeswehr oder Polizei.

Jung wünschte den 235 Soldaten „alles erdenklich Gute“ und „viel Erfolg“.

Beitrag der Bundeswehr


Der Schwerpunkt des deutschen Beitrags liegt im „Schutz für die Schiffe des Welternährungsprogramms“, auch durch Einsatz „von bewaffneten Kräften an Bord dieser Schiffe, insbesondere wenn sie die Hoheitsgewässer Somalias durchqueren“. Darüber hinaus sollen die deutschen Kräfte „im Einzelfall und bei Bedarf [...] zivilen Schiffen im Operationsgebiet“ Schutz gewähren und zur „Überwachung der Gebiete vor der Küste Somalias, einschließlich der somalischen“, sowie „zur Abschreckung, Verhütung und Beendigung von seeräuberischen Handlungen oder bewaffneten Raubüberfällen, die im Operationsgebiet begangen werden könnten“ beitragen.
Die Personalobergrenze liegt bei 1.400 Soldaten. Das Einsatzgebiet ist das Seegebiet und der Luftraum vor Somalia bis zu 500 Seemeilen vor der Küste Somalias und seiner Nachbarländer. Das Mandat ist zunächst bis zum 15. Dezember 2009 begrenzt.
Eingesetzt wird die Fregatte F212 Karlsruhe.

Operation Atalanta


Die Küste vor Somalia gilt als eines der gefährlichsten Gewässer der Welt. Besonders im Golf von Aden - zwischen dem Jemen und dem Norden Somalias -, der eine zentrale Schifffahrtslinie vor allem für Öllieferungen aus dem Nahen Osten bildet, ist der Schutz der Handelsschiffe notwendig. Allein dieses Jahr kaperten Piraten aus Somalia mehr als 30 Schiffe.
Anfang November 2008 beschloss die EU mehrere Kriegsschiffe und Soldaten zur Bekämpfung der Piraterie vor die Küste Somalias zu entsenden. Die Operation begann am 8. Dezember 2008 mit französischen und britischen Schiffen und ist vorerst auf einen Zeitraum von zwölf Monaten begrenzt.
Der Auftrag ist der Marineverbände ist jede form der Piraterie mit allen erforderlichen mitteln zu bekämpfen.
An der Mission beteiligen sich Belgien, Deutschland, Griechenland, Frankreich, Niederlande, Spanien, Großbritannien und Schweden.